Gibt es ein Leben nach dem Tod? Was passiert mit den Verstorbenen, nachdem sie ihr Leben ausgehaucht haben? Kann man ihnen dann noch etwas Gutes tun?
Also erstmal: Ich bin davon überzeugt, dass wir wieder geboren werden oder – wie man es auch nennen kann – reinkarnieren. In meiner hellsichtigen Arbeit mache ich u.a. Rückführungen in Vorleben. Diese müssen nicht wirklich in unserer zeitlichen Vergangenheit liegen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Jedoch, wenn es Vorleben gibt, dann muss es auch verschiedene Leben geben, die unsere Seele durchlebt. Ein weiteres Indiz dafür ist das Karma. Wir können zwar viel gutes oder schlechtes Karma in einem einzigen Leben ansammeln, aber was wäre dann mit karmischen Verbindungen. Diese wären in einem einzigen Leben schwer möglich. Also muss es da doch mehrere Leben geben.
Ich habe beobachtet, dass die Seelen der Menschen, wenn sie ihr Leben aushauchen, meist noch eine Weile erdnah ist. Sie befindet sich in einer Art Zwischenwelt, die es – ganz einfach formuliert – zwischen Himmel und Erde gibt. In dieser Zeit ist es besonders leicht, mit den Verstorbenen (eigentlich mit ihren Seelen) zu kommunizieren. Mehr dazu in diesem Blogartikel.

Es macht einen großen Unterschied, wie sich ein Mensch aus dieser Welt verabschiedet. Da gibt es die Einen, die ihr Leben gelebt haben und sich bewusst sind, dass es auch wieder mal enden muss. Sie sind mit mich sich selbst im Reinen. Diese Menschen haben meist ihren Lieben im Umkreis das Wesentlichste gesagt, ihnen und sich selbst verziehen. Sie können in Dankbarkeit und ohne Angst den Tod akzeptieren.
Meist sind das jene Menschen, die nicht lange leiden müssen oder am Morgen einfach nicht mehr aufwachen. Es können aber auch Menschen sein, die lange krank waren (dies kann übrigens auch mit dem Umfeld zusammenhängen, das nicht loslassen kann!) und nun in Frieden gehen können.
Und dann gibt es Andere, die teilnahmslos lange „dahinvegetieren“, mit ihrer Umwelt nicht mehr in Interaktion sein können oder wollen. Sie hadern mit ihrem Alter und ihrem Leiden. Meist sind sie mit vielen Menschen zerstritten und dadurch vereinsamt. Sie haben sich aus dieser Welt schon lange zurückgezogen und dennoch können sie nicht wirklich sterben. (hier bietet sich übrigens energetische Hilfe an, welche nur funktioniert, wenn es auch wirklich sein darf – ein Missbrauch, z.B. von Verwandten ist hiermit ausgeschlossen)
Natürlich gibt es dann auch noch Menschen, die ganz überraschend aus dem Leben scheiden, z.B. durch einen Verkehrsunfall, ein Gewaltverbrechen oder einen Herzinfarkt. Diese Menschen hatten meist keine Zeit, sich auf ihren Tod vorzubereiten und sind völlig überrascht, wenn ihr Seele in der Zwischenwelt ankommt. Hier findet man dann oft Verwirrung vor. Fassungslos wird das Geschehen auf der Erde und die eigene Beerdigung verfolgt.
Das waren nur ein paar Beispiele, die aufzeigen sollen, dass Verstorbene nicht dieselbe Ausgangsposition haben. Sie sind zwar alle tot, aber die Vorbereitung auf danach war unterschiedlich. Und hierum geht es in diesem Artikel. Es macht einen riesengroßen Unterschied, ob noch vieles ungeklärt und offen ist oder ob jemand in Frieden mit sich und allen anderen in der Zwischenwelt ankommt.
In dieser Zwischenwelt hat die verstorbene Seele Zeit, sich auf der Erde noch umzuschauen. Und sie sieht alles. Nicht nur unsere äußere Hülle, sondern unsere Gedanken, wahren Gefühle etc. So manch eine verstorbene Seele musste feststellen, dass sie die falsche Person als Erben eingesetzt hatte … Anfangs ist es den verstorbenen Seelen noch wichtig, auf der Erde eingreifen zu können. Deshalb wollen sie Botschaften hinterlassen, Personen warnen, kommunizieren. Aber interessanterweise, je länger sie verstorben sind, desto unwichtiger werden all die menschlichen Agenden für sie. Irgendwann haben sie daran gar kein Interesse mehr.
Denn nun ist es an der Zeit, dass sie den Aufstieg von der Zwischenwelt in den Himmel schaffen. Man könnte sagen, dass es eine Voraussetzung ist, dass die verstorbene Seele ihren Frieden gefunden hat. Je nachdem, wieviel hier noch zu tun ist, ist es leichter oder schwieriger aufzusteigen.
Erst letzte Woche hatte ich wieder einen Fall, wo der Großvater die erwachsene Enkelin besetzte. Es stellte sich heraus, dass er nach über 20 Jahren noch nicht aufgestiegen war. Dieser Mann war im Krieg und später sehr verschlossen. Er hatte seinen Dickschädel und war mit vielen Menschen in seinem Leben angeeckt. Freunde hatte er wenige. Auch zuhause führte er ein strenges Regiment, unter dem seine Frau und Kinder litten.
Ich fragte die Kundin, ob ich ihrem verstorbenen Großvater beim Aufstieg helfen solle, nachdem ich die Besetzung entfernt hatte. Wie das geht? Ich nehme mit der verstorbenen Seele Kontakt auf und unterhalte mich mit ihr, um zu sehen, wo sie steht. Was sie noch zu bearbeiten hat. Manchmal kann ich direkt helfen, indem ich Impulse gebe. Dann ist diese Seele eine Woche später, wenn ich wieder nach ihr sehe, aufgestiegen.
Viel öfter jedoch sind die offenen Probleme vielfältig und vielschichtig. In diesem Fall mache ich es mir leicht, indem ich dieser verstorbenen Seele einen Engel zur Seite stelle, der ihr beim Aufarbeiten jener Dinge hilft, die dem Aufstieg entgegenstehen. Das funktioniert immer wunderbar. Aus meiner Sicht sollte es uns immer ein Bedürfnis sein, dass für den Verstorbenen dieser Aufstiegsprozess problemlos funktioniert. Und hegen wir Groll gegen diese Person, so kann unser Verzeihen von Herzen der Anstoß für den Aufstieg sein.